Kölner Großmarkt

Der Kölner Großmarkt – Das Frischezentrum von Köln

Fertiggestellt und bezogen in 1940 hat sich der Kölner Großmarkt im Laufe der Jahrzehnte zu einem Garant für frische Produkte, Feinkost und exotische Spezialitäten sowohl aus aller Herren Länder als auch der Region für die Stadt Köln und darüber hinaus für Metropolregion Köln/Bonn für etwa 3,6 Millionen Bürgerinnen und Bürger entwickelt.

Heute sorgen etwa 180 Unternehmen und 2.000 Beschäftigte dafür, dass jeden Tag frische Produkte, Feinkost und exotische Spezialitäten ihren Weg zur Bürgerin bzw. zum Bürger finden. Sei es auf dem Wochenmarkt, beim kleinen Lebensmittelladen im Veedel, den Kiosk um die Ecke, im Lieblingsrestaurant oder bei einem der vielen Straßenhändler.

Mitten in der Nacht erwacht auf dem Kölner Großmarkt das rege Treiben der Händler und Kunden. LKWs mit frischer Ware treffen ein und werden entladen. In der Großmarkthalle und auf dem Außenmarkt öffnen die Händler ihre Stände und platzieren die Ware in den Gängen vor den Ständen. Um etwa 02:00 Uhr frühmorgens treffen die ersten Kunden ein.

Schauen, Fühlen, Schmecken, Handeln, ein Handschlag später, und frische Produkte, Feinkost und exotische Spezialitäten wechseln auf insgesamt etwa 15.000 m² Verkaufsfläche den Besitzer. Die Ware wird dann in den PKWs und Kleinlaster der Kunden, die auf dem Parkplatz vor der Großmarkthalle warten, bis unter das Dach gepackt und gelangen so zu den vielen kleinen Lebensmittelgeschäften, Restaurants, Hotels, Wochenmärkte und Verkaufsstände in der Stadt und Umgebung.

Der Kölner Großmarkt – kulinarisches Spiegelbild der kulturellen Vielfalt der Stadt und Umgebung

Die Händler auf dem Kölner Großmarkt schlagen im Jahr etwa 1,2 Millionen Tonnen Ware um, einiges hiervon auch im Direktvertrieb an andere Abnehmer in ganz Deutschland, einschließlich andere Großmärkte. Der Kölner Großmarkt bietet eine große Zahl an Produkten, die auf die kulturelle Vielfalt der Stadt abgestimmt ist.

Diese große Vielfalt und Exklusivität an Produkten, die über den Kölner Großmarkt nach Köln und Umgebung gelangen, spiegelt sich auch der Vielfalt der Unternehmer und Händler wieder, die hier ansässig sind. In der Regel sind dies traditionsreiche Familienunternehmen, die dem klassischen Mittelstand zuzurechnen sind. Erst das Zusammenwirken dieser vielen verschiedenen Unternehmen ermöglicht den Betrieb des Großmarkts.

Der Kölner Großmarkt – vielfältiger Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Herzen der Stadt

In dieser Hinsicht bietet der Kölner Großmarkt gleichfalls einen vielfältigen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Zu den typischen Berufsbildern aus dem kaufmännischen und gewerblichen Bereich zählen Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau, Kfz-Mechatroniker/in, Reinigungsfachkraft, Kälte- und Klimatechniker/in, Staplerfahrer/in, Kassierer/in, Bürokaufmann/-frau, LKW-Fahrer/in, Städtische(r) Bedienstete(r), Kommissionär/in, Buchhalter/-in, Verkäufer/-in und Speditionskaufmann/-frau, wobei diese Aufzählung nicht abschließend ist. Aber auch ungelernte Arbeitnehmer finden hier einen Arbeitsplatz und erhalten so Chancen mit mit Qualifikation und Engagement, die berufliche Laufbahn und letztlich auch auch das Einkommen zu verbessern.

Der Kölner Großmarkt – Versorger der Stadt und Umland mit frischen Produkten, Feinkost und exotischen Spezialitäten

Die Kunden des Großmarkts, die Gastronomen, die kleinen Lebensmitteleinzelhändler, die Wochenmarkthändler, usw. kommen aus Köln und dem Umland. Aber auch für Erzeuger aus der Region stellt der Kölner Großmarkt abseits des gebundenen Lebensmitteleinzelhandels ein attraktiver Absatzmarkt dar.

Der Betrieb des Kölner Großmarkts hat somit nicht nur für die hier ansässigen Unternehmer und Händler eine existentielle Bedeutung.

Für den Stadt Köln stellt sich der Betrieb des Kölner Großmarkts an seinem jetzigen Standort als Kosten deckend dar. Die erzielten Pachten, Mieten, Gebühren und Gewerbesteuer reichen aus, um den laufenden Betrieb zu ermöglichen.

Der Kölner Großmarkt – unverzichtbarer Bestandteil der Daseinsvorsorge

Der Kölner Großmarkt stellt heute eine Standortgemeinschaft als Gegenpol zur Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel dar und versorgt die Bürgerinnen und Bürger Köln mit frischer Ware, Feinkost und exotischen Spezialitäten und ermöglicht so als Bestandteil der Daseinsvorsorge die für Köln so typische Veedel-Kultur mit den vielen kleinen Lebensmittelgeschäften, Restaurants, Imbissläden, Kioske, Wochenmarkt und Straßenhändler.

Der Kölner Großmarkt – Quo vadis, Kölner Großmarkt?

Ungeachtet der Bedeutung des Kölner Großmarkts für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und das Umland ist die Zukunft des Kölner Großmarkts ungewiss. Dies liegt zum einen an den Planungen der Stadt Köln zur Parkstadt Süd im Rahmen der ESIE (lesen Sie hier weiter) als auch den Planungen zur 3. Baustufe der Nord-Süd Stadtbahn (lesen Sie hier weiter).

Viel älter schon – heute sind es etwa 10 Jahre her – ist der Beschluss des Rats der Stadt Köln in 2007, den Kölner Großmarkt nach Marsdorf zu verlagern. Doch die Maßnahmen zur Realisierung wurden derart verschleppt, so dass heute nur grobe Skizzen, ein geänderter Flächennutzungsplan und einige Gutachten vorliegen (lesen Sie hier weiter).

Diese Situation bedroht heute die Existenz des Kölner Großmarkts und gefährdet die Existenz vieler Unternehmer und Händler, tausende Arbeitsplätze und letztlich die Versorgung der Kölner Bürger mit frischen Lebensmitteln, Feinkost und exotische Spezialitäten abseits des gebundenen Lebensmitteleinzelhandel!

Wir, die Interessengemeinschaft Kölner Großmarkt e.V. setzen uns für den Erhalt des Kölner Großmarkts ein.

Ein jeder kann unsere Arbeit unterstützen, ansässige Unternehmer und Händler als Mitglied und alle Übrigen als Fördermitglied.