Archiv der Kategorie: Parkstadt Süd

Kölner Großmarkt geschlossen! – Für immer!

Die Mehrheit im Rat der Stadt Köln bestehend aus GRÜNEN, CDU, VOLT und der Oberbürgermeisterin a.D. Henriette Reker haben in der Ratssitzung am 1. Oktober 2024 beschlossen, die Marktsatzung und Marktverordnung dahingehend zu ändern, dass der städtische Großmarktbetrieb am 31.12.2025ersatzlos – eingestellt wird. Die Stadt Köln erklärt mit diesem jüngsten Ratsbeschluss sämtliche vorher gefassten Ratsbeschlüsse, die eigentlich eine Verlagerung des Kölner Großmarkts nach Marsdorf zum Inhalt haben, auch ungeachtet der bisher getätigten Ausgaben für Gutachten, Planungen, usw., für ungültig. Mit diesem Beschluss möchte das Fraktionsbündnis GRÜNEN, CDU, VOLT und der Oberbürgermeisterin a.D. Henriette Reker sicherzustellen, dass die bisher auf dem Kölner Großmarkt tätigen Händler und Unternehmer den Standort in Raderberg verschwinden und die so frei werdenden Flächen an Investoren zwecks Realisierung von Wohnraum und Gewerbeflächen unter dem Titel „Parkstadt Süd“ veräußert werden können.

Die Stadt Köln verliert als einzige Metropole Europas ihren Großmarkt. Damit fällt eine Standortgemeinschaft aus mehr als 100 kleinen und mittleren Großhändler für frische Lebensmittel und sog. affine Unternehmen dauerhaft weg. Etwa 1.000 Menschen verlieren ihre Arbeit bzw. müssen sich neu orientieren. Ein Teil der Händler haben in der mit etwa 1,25 Jahren viel zu kurzen Zeit sich selbst um Alternativen bemüht, in der Folge haben viele Händler nun verstreut in und rund um Köln ihren Standort verlagert.

Die bisherigen starken Synergieeffekte fallen künftig weg, die Kosten und somit auch die Preise werden steigen, der Logistikverkehr wird zunehmen, das Angebot an Ware wird sinken und langfristig wird dem ein oder anderen Händler als auch Endabnehmer, wie Gastronomie, Einzelhandel, Wochenmarkt, als regionalen Erzeuger wohl die Puste ausgehen.

Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass die Händler an ihren neuen Standorten ungeachtet dessen gute Geschäfte machen können.

Mit dem Ende des Kölner Großmarkts fällt auch leider die Bedeutung der Interessengemeinschaft Kölner Großmarkt e.V. künftig weg. Aus diesem Grunde ist der Verein nicht mehr operativ tätig.

Liebe Deinen Großmarkt!

Anlässlich der Sitzung des Rats der Stadt Köln am 07.09.2023 hat die Interessengemeinschaft Kölner Großmarkt e.V. erneut zu einer Kundgebung aufgerufen.

Etwa 100 Teilnehmer fanden sich zu diesem für die auf dem Kölner Großmarkt und den Wochenmärkten tätigen Menschen eher ungünstigen Zeitpunkt auf dem Alter Markt vor dem historischen Rathaus ein, um für den Erhalt des Kölner Großmarkts für mehr als 100 kleine und mittlere Unternehmen und etwa 2.000 Arbeitsplätze friedlich zu demonstrieren.

Auch seitens der Politik gab es Gastredner, wie etwa Herr Görzel von der FDP, Herr Detjen von DIE LINKE und Walter Wortmann von DIE FRAKTION, die allesamt die Händler und Unternehmer auf dem Kölner Großmarkt unterstützen möchten.

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Wir. sind. Großmarkt.

Die Sitzung des Rats der Stadt Köln vom 15. Juni 2023 wird in der Kölner Stadtgeschichte für den Kölner Großmarkt entweder zum Wendepunkt in den Köpfen der Politik und der Stadtverwaltung der Stadt Köln oder zur Besiegelung einer über viele Jahre währenden mutwilligen Vernichtung eines der letzten Oberzentren zur Versorgung der Bürger mit – frischen – Lebensmitteln, die über eine von den Lebensmittelkonzerne unabhängige Wertschöpfungskette verfügen. Dies ermöglicht marktfähige Preise für den Erzeuger als auch Verbraucher sowie die Befähigung auch in Krisen die Versorgung mit – frischen – Lebensmitteln sicherzustellen.

Das Schicksal von den etwa 160 kleinen und mittleren Betrieben mit weit mehr als 2.000 Arbeitsplätzen, die hier in der Metropole am Rhein im Herzen Nordrhein-Westfalens tätig sind, ist vollkommen ungewiss.

Für die die regionalen Erzeuger sowie die Wochenmarkthändler, Lebensmitteleinzelhändler, Gastronomie, und sonstige Großabnehmer und -verbraucher, die diese Handelsplattform für den Absatz bzw. Vertrieb von – frischen – Lebensmitteln, sonstigen Waren und Dienstleistungen nutzen, wird dies gleichfalls zur Nagelprobe.

Erstmals in der Vereinsgeschichte haben die Händler und Unternehmer der Interessengemeinschaft Kölner Großmarkt e.V. hier vor Beginn der Ratssitzung auf dem Alter Markt vor dem historischen Rathaus eine Kundgebung abgehalten. Zeitgleich haben die Ratsmitglieder von SPD, DIE LINKE, FDP und THOR ZIMMERMANN einen Antrag gestellt, mit dem Ziel, die Existenz des Großmarkts zu sichern.

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14.12.2021 – Kuhhandel macht sämtliche Planungen zum Kölner Großmarkt in Marsdorf zunichte

In der Sitzung des Rats am 14.12.2021 hat das Ratsbündnis aus BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN und CDU gegen die seitens der Stadtverwaltung vorgelegte 119. Flächennutzungsplanänderung – Arbeitstitel Frischezentrum – gestimmt. Darüber hinaus wurde der Stadtverwaltung einer neuer Auftrag erteilt, nämlich die Planungen zum künftigen Großmarkt auf ein deutlich verkleinertes Areal in Marsdorf abzustellen.

Anstelle von bisher 24 ha stehen nur dann noch etwa 10 ha zur Verfügung. Die südliche Fläche mit 14 ha soll dem 1. FC Köln als Erweiterungsfläche angedient werden. Nach Adam Riese bzw. nach Bernd Petelkau wird hier mit der Faustformel (24 – 14) / 2 = 5 jeweils für Großmarkthalle und affine Betriebe künftig zu planen sein.

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Stadt Köln zersetzt Kölner Großmarkt

Köln, 14.09.2018. In einem gemeinsamen Gespräch mit der Oberbürgermeisterin Reker und Herrn Dr. Soénius von der IHK Köln hat die Interessengemeinschaft Kölner Großmarkt e.V. von der Oberbürgermeisterin die Zusage erhalten, Lösungen schaffen zu wollen, die einen Betrieb des Kölner Großmarkts bis Ende 2023 ermöglichen sollen. Diese Zusage war für die Händler und Unternehmer des Kölner Großmarkts von existenzieller Bedeutung, denn der ursprüngliche Plan, in 2020 den Großmarkt nach Marsdorf zu verlagern, ist unhaltbar.

Zu den zu schaffenden Lösungen zählen zum einen dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen der zum Teil maroden Infrastruktur am jetzigen Standort und zum anderen die vertragliche Gestaltung der derzeitigen Miet- und Pachtverhältnisse, mit dem Ziel allen Händlern und Unternehmern den Verbleib am jetzigen Standort bis Ende 2023 zu ermöglichen.

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