Der Rat der Stadt Köln hat den Tagesordnungspunkt 10.19 Frischezentrum Köln-Marsdorf – betriebswirtschaftliche Machbarkeitsstudie 2174/201 abgesetzt, d.h. dieser Tagesordnungspunkt wurde nicht behandelt.
Grund hierfür ist, dass zum Verwaltungsvorschlag seitens der Ratspolitiker noch Beratungsbedarf gibt. Bereits zur zuvor wurde eine eigens zur Beratung einberufene Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses abgesagt.
Wir, die Interessengemeinschaft Kölner Großmarkt e.V. haben uns in einem Appell zur Planungssicherheit für die auf dem Kölner Großmarkt angesiedelten Händler und Unternehmer an sämtliche Ratsmitglieder sowie die Dezernenten für Wirtschaft und Liegenschaften sowie Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr der Stadt Köln anlässlich der kommenden Ratssitzung am 23.06.2015 gewandt.
Was die Bedeutung des Kölner Großmarkts für die Stadt Köln und das Umland anbetrifft, so überrascht das am 19.03.2015 veröffentlichte Ergebnis der Umfrage der IHK Köln (Standort-Bedeutung des Kölner Großmarktes) die hier ansässigen Händler nicht.
Die Stadt Köln sucht nach Ideen für eine neue Nutzung der Großmarkthalle nach der Schließung des Großmarkts im Jahr 2020. Wie man im Artikel der Kölner Stadtanzeiger vom 23.02.2015 – Neue Nutzer mit guten Ideen gesucht – entnehmen kann, beschäftigt die Verantwortlichen der Stadt Köln zunehmend die Frage, was nach der Schließung des Kölner Großmarkts an seinem jetzigen Standort geschehen soll.
Die Verwaltungsspitze der Stadt Köln beschäftigt sich derzeit mit der Frage, ob sie das für die Parkstadt Süd geplante Gelände, auf dem sich u.a. der bisherige Kölner Großmarkt befindet, für eine Bundesgartenschau im Jahr 2025 nutzen möchte oder nicht. Dem Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers (Stadt Köln will auf Gartenschau verzichten) vom 17.02.2015 zu Folge haben der Oberbürgermeister Jürgers Roters und der Baudezernent Franz-Josef Höing unter Berufung auf eine Machbarkeitsstudie auf zu hohe Risiken und Kosten einer Bundesgartenschau hingewiesen. Schon heutige Planungen laufen auf ein Defizit von 15 Mio. Euro hinaus. Berücksichtigt man, dass die Kostenseite in der Regel immer deutlich höher als geplant ausfällt, würde das tatsächliche Defizit bestimmt noch höher.